Sex früh, spät oder gar nicht?

Man nennt sie die „Absolute Beginners“, also die absoluten Anfänger, die Menschen, die bis weit in ihr Erwachsenenleben hinein Singles und Jungfrauen sind. Die meisten Menschen machen ihre ersten sexuellen Erfahrungen als Teenager, aber es gibt eine ganze Reihe, die man sozusagen als „Spätzünder“ bezeichnen könnte. Für diese Menschen ist die Suche nach erotischen Kontakten natürlich eine ganz besondere Herausforderung. Es gibt aber auch gute Nachrichten für diese Gruppe.

Zum einen gibt es sogar einige ganz berühmte Leute, die ihre Jungfräulichkeit erst spät verloren haben; Elton John beispielsweise mit 23. Zum anderen ist jetzt eine Studie zu dem Schluss gekommen, dass späterer Sex glücklicher macht. Gerade die Spätzünder sollen nach dieser Studie in ihren späteren Beziehungen erfüllter und zufriedener sein. Es hat also, wie man sieht, durchaus etwas für sich, etwas länger mit dem ersten Mal Sex zu warten.

Diese Studie stammt von Paige Harden, einer Forscherin an der Universität von Texas in Austin. Sie wertete die Ergebnisse einer Langzeituntersuchung aus, die die Probanden über mehr als ein Jahrzehnt hinweg begleitete. Allerdings hat eben jene Forscherin auch bereits die Aussage getroffen, dass Teenager, die früh Sex haben, oft weniger verhaltensauffällig seien als ihre gleichaltrigen „Jungfrauen“ ohne sexuelle Erfahrung.

Wie man sieht, ist also wieder einmal alles relativ. Da ist immer auch sehr viel Raum für sexuellen Frust. Einer der Gründe für diesen Frust bei Männern ist, so heißt es ja sehr oft, dass den Frauen der Sex längst nicht so wichtig ist wie den Männern. Eine repräsentative Umfrage der Apotheken Umschau hat diese allgemeine Erkenntnis wieder einmal belegt. Danach ist für Frauen der Sex häufig nichts Angenehmes, sondern eher eine lästige Pflichtübung. Kein Wunder, dass die Männer unter diesen Umständen frustriert sind, wenn ihre Partnerin nur widerwillig mitmacht!