Sex im Vatikan

Sex gibt es überall an; angeblich sogar im Vatikan. Das behauptet jedenfalls Carmelo Abbate, ein italienischer Enthüllungsjournalist, in seinem Buch “Sex and the Vatican”; mit dem Untertitel “geheime Reise ins Reich der Keuschen”. Dabei widmet er sich nicht dem alten Hut des sexuellen Missbrauchs in der Kirche, sondern er berichtet von Geistlichen, die einfach nicht keusch leben können und ihre Sexualität deshalb heimlich ausleben. Da geht es zum Beispiel um schwule Priester und sexgierige Nonnen – aber immerhin zieht Abbate das Ganze nicht skandalträchtig auf, sondern als sehr ehrliche und ergreifende Reportage, die seine Recherchen in diesem Zusammenhang zusammenfasst. Alle Befragten bleiben in dem Buch, das in Italien, Frankreich und der Schweiz bereits auf dem Markt ist, selbstverständlich anonym. Für jemanden, der geil auf Sexskandale ist, wird es wohl nicht viel zu bieten haben. Die Kirche regt sich natürlich trotzdem darüber auf.