Sexobjekte

Wenn die Staatskassen leer sind, werden die Politiker erfinderisch darin, den Bürgen auf neue Weise das Geld aus der Tasche zu ziehen. Auch in Dietzenbach im Kreis Offenbach hat man es jetzt bei der CDU entdeckt, dass es ja künftig eine Sexsteuer geben könnte. Überlegt wird das in vielen Städten, und in manchen gibt es die Sexsteuer sogar bereits. In Dietzenbach will man diese Steuer bei den Betreibern von Striptease Lokalen und Bordellen erheben. Man rechnet dadurch mit Einnahmen von etwa 100.000 Euro. Ob diese Sexsteuer sich durchsetzt, bleibt abzuwarten.

Eine müßige Frage ist es, ob die Sexsteuer auch anfällt, wenn jemand Sex nicht mit einem lebenden Partner, sondern mit einem Skelett hat. Eine müßige Frage? Ja, von wegen! So etwas gibt es nämlich tatsächlich. In Schweden steht eine Frau jetzt deshalb vor Gericht. Wie der Sex mit einem Skelett allerdings praktisch funktioniert, diese Frage bleibt offen. Ob die Lady wohl die Knochen als Sexspielzeuge benutzt hat?

Da gibt es aber doch ganz andere Möglichkeiten! Etliche von denen hat auch Sängerin Rihanna entdeckt, die während ihrer gerade abgeschlossenen 777 Tour kräftig eingekauft hat, in Sexshops. Neben Sextoys hat sie auch jede Menge Reizwäsche eingekauft, wie es heißt. Für wen die wohl bestimmt ist? Vielleicht hat sie ja einen neuen Freund. Oder den alten. Ob sie in diesem Fall ebenso gerne auch ein Sexobjekt wäre wie Cameron Diaz?

Die behauptete nämlich in einem Interview, sie sei gerne auch – nicht allerdings nur – ein Sexobjekt. Ein erstaunliches Eingeständnis, wo es doch gerade ein Argument vieler Frauen – und auch Männer – gegen die Pornos ist, dass die Frauen dabei zum Sexobjekt der Männer werden.

Aber wie ist das eigentlich, wenn eine Frau einen Mann zum Sexobjekt macht? Das gibt es ja auch, sogar in vielen Sexvideos, und zwar nicht nur in denen aus dem Sadomaso Bereich mit strengen Dominas. Warum regt sich darüber eigentlich niemand auf? Oder andersherum gefragt – warum lässt eine Legislative das nicht die jeweils Betroffenen, die Mitwirkenden ebenso wie die Zuschauer, selbst entscheiden?